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erstellt 31.10.2023   

 

CEVAT-Rettungsplatine

 

Die Vorgeschichte:

Ein Genie entdeckt die Lüsterklemme und den Joghurtbecher

Bildquelle: Cevat-Video


Fertig! Sein Gerät TURBO 5.0


Damit geht er auf den Internet-Markt. TURBO 5.0 für 100,-Euro.

 

Doch die Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Es folgt CEVAT Modell TURBO 6.0 für 69,- Euro.
(man beachte das weiterhin klar überschaubare Prinzip: ES IST NICHTS drin, im Kästchen, außer einem Widerstand, verborgen im Stück schwarzen Isolierschlauch)


Fazit: Das Gerät hat keinerlei geregelte Funktion. Es setzt eine ungeregelte Elektrolyse in Gang, deren Silberabscheidung nicht berechenbar ist. Es gibt auch keine Anleitung dazu, außer, dass man dem Destillierten Wasser etwas von einer guten "Quelle" hinzufügen soll. Der Meister verrät jedoch nicht, wo man "eine gute Quelle" findet.

Gleichgültig, wie gut oder schlecht "die Quelle" ist: Diese gefährliche Empfehlung erzeugt mit Garantie giftige Silbersalze. Man darf dem Destillierten Wasser keine Fremdstoffe hinzufügen und vor allem keine Mineralien, wie sie in Quell- oder Leitungs- und Mineralwasser enthalten sind)

 

Der Umbau zu einem Gerät "mit Funktion"

Basis ist eine "Reparaturplatine für CEVAT TURBO 6.0".

Mit den wenigen Bauteilen kann man eine zwar einfache, aber dennoch "richtige" Funktion bewirken.




Die Bauteile werden von der Platinenunterseite gesteckt und auf der Oberseite verlötet. Die Drahtenden werden flach abgeschnitten.






 

Letzte aktuelle Platinenversion vom 09.11.2023

 

Gehäusebearbeitung u. Einbau

Als erstes wird eine 5mm Bohrung für die Leuchtdiode  zwischen die vorhandenen Bohrlöcher im Deckel gebohrt. (es sei denn, man verzichtet auf die Leuchtdioden-Anzeige der Funktion)

 

 

Um den Kontakt der Platine zu den Steckbuchsen für die Silber-Elektroden zu gewährleisten und auch um den Höhenunterschied auszugleichen, werden je Schraube 2 Stück 4mm Zahnscheiben aufgelegt.

 

Danach kann das Gehäuse geschlossen werden.


Der relativ einfache Schaltplan der Reparaturplatine:

 

Der Schaltplan oben als Lüsterklemmen-Projekt:



Messungen am Prototypen:
Die hier angegebenen Spannungs- und Stromwerte beziehen sich auf den geprüften Prototypen und sind nicht als feste Vorgaben für einen Nachbau zu verstehen, denn sie werden von den Toleranzen der Bauteile bestimmt. Und diese führen immer zu geringfügig anderen Werten.

Diode D1 (1N4007) schützt vor falscher Polung der Betriebsspannung. Die Schaltung arbeitet allerdings auch mit Wechselspannung, wenn C1 (10µF/63V) eingesetzt wird.
IC1 (LM317) mit R1 (120R) reguliert den Elektrodenstrom konstant auf 10 mA (beim Prototypen wurden 10,38 mA gemessen)

Der Elektrodenstrom fließt über die Leuchtdiode LD1 zur Plus-Elektrode und von dort über die Elektrolyse (Destilliertes Wasser) zurück zur Minus-Elektrode. (LD1 20mA Standard-Leuchtdiode grün, 5mm).

An der Strombegrenzung mit IC1 (LM317) und an der Diode D1 (1N4007) fällt ein Spannungsverlust von etwa 1,5V an, welcher an den Elektroden zu einer verminderten Elektroden-Spannung führt.

Durch einen Parallelwiderstand zur LED (R2 10k) wird der Spannungsver-lust ausgeglichen, den eine Strombegrenzung samt Leuchtdiode verursacht. Bei Eingangsspannung von 24 VDC steigt damit die Leerlauf-Elektroden-  spannung (ohne Belastung) von 21,2V auf 22,7V.
Dies gilt auch bei Verwendung anderer Leuchtdioden mit höherer Durchlassspannung, wie etwa einer Blauen LED mit Durchlassspannung von 3,5 Volt. Auch bei dieser erhöht sich durch R2 die Leerlaufspannung um 1,5 Volt.

Bei Verwendung einer Schottkydiode (SB160) für D1 kann der Spannungsverlust um weitere 0,4 Volt vermindert, bzw. die Leerlauf- spannung erhöht werden.


Wie schon erwähnt, wird die Schaltung durch Hinzufügen von C1 (10µF/63V) auch für den Betrieb mit Wechselspannung eingerichtet. Dann kann die Schaltung sowohl mit Gleichspannung, als auch mit Wechsel-spannung arbeiten. Bei 33VAC zum Beispiel ergibt sich eine Leerlauf-Elektrodenspannung von 50,5V. (Effektivwert aus 33V AC x Wurzel 2)
Der Elektrodenstrom bleibt dabei konstant bei 10 mA. (Prototyp 10,38mA)

Die Elektrodenspannung darf nach gesetzlichen Vorgaben ("Kleinschutz-spannung") eine Spannung von 60 Volt DC nicht überschreiten. Eine möglichst hohe Elektrodenspannung ist lediglich für das Startverhalten der Elektrolyse erforderlich, weil zu Beginn der zunächst hohe Widerstand des Destillierten Wassers zu überwinden ist. Durch die Silberabscheidung sinkt dieser elektrische Widerstand bereits von Anfang an immer weiter ab. Das ist schon nach Sekunden und spätestens Minuten gut messbar. Somit kann die maximale zur Verfügung stehende Elektrodenspannung "hinter einer Strombegrenzung" nur "ohne Belastung" im Leerlauf gemessen werden.

Stückliste, Reichelt

C1     Artikel-Nr.: RD1J106M05011180     0,04 Euro

D1     Artikel-Nr.: 1N 4007                         0,02 Euro

IC1    Artikel-Nr.: LM 317 LZG                 0,38 Euro

LD1   Artikel-Nr.: 5003G6D-EHB-S          0,09 Euro

R1      Artikel-Nr.: METALL 120               0,11 Euro

R2      Artikel-Nr.: METALL 10,0K           0,11 Euro

 

 

  Die rechtlichen Hinweise:
Eine Anleitung zur Bedienung und Anwendung wird lediglich für Privatanwender mit Sachkunde gegeben. Alle Schäden hat dieser selbst zu verantworten.

Das Gerät entspricht NICHT der CE-Norm und es wird ausdrücklich keine CE-Konformitätserklärung  abgegeben. Das Gerät darf kein CE-Zeichen tragen und auch nicht nachträglich damit versehen werden. 

 

 

 

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