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(überarbeitet Juli 2017) 

Das Selbstbau-Projekt 1 ist aus Sicht eines Elektronik-Experten sicherlich von "schlichtem Aufbau", wenn nicht gar "primitiv". Dem ist aber entgegen zu halten, dass nichts weiter als das hier gezeigte nötig ist und dass weitere Bauteile keinen Sinn ergeben, weil das Endprodukt "Kolloidales Silber" damit nicht verbessert wird. Andererseits gibt es Geräte-Hersteller und Vertreiber, die nicht mal diese einfache Technik kennen und beherrschen und stattdessen "Gerätchen ohne Strombegrenzung" anpreisen.

Selbstbau-Projekt 1 ist somit ein vollwertiges Gerät zur Herstellung von Kolloidalem Silber und Anwendung der ppm-Tabelle nach den Faradayschen Gesetzen zur Elektrolyse.

Eine wesentliche Änderung ist nun durch den LR12 gegeben. Damit ist es möglich, problemlos höhere Spannungen anzulegen. Empfohlen werden dazu alle Netzteile mit 48 Volt DC (Gleichspannung). Für unsere Laienbastler sei ausdrücklich gesagt, dass die Leistung oder Angabe der mA des Gerätes gänzlich vernachlässigt werden kann. Es genügt wegen der geringen Leistungsaufnahme das kleinste erhältliche Steckernetzteil. Leistungsstärkere Netzteile haben keinerlei Einfluss oder Wirkung auf die Funktion, können also ebenso verwendet werden.

1. Selbstbau-Projekt bei wer-kennt-wen (gestartet Januar 2011)

 

Alles gut aufgehoben in der Box. ( RAACO SERVICE CASE 1)

 

* * *

Aber der Reihe nach. Wir fangen klein an.

1. Selbstbau-Projekt

Experimentieraufbau Bild 1

Die wesentlichen Teile schon mal probehalber zusammengelötet und funktionsbereit.
4 Stück 9V Blockbatterien zusammengesteckt und mit Gummiringen fixiert.

 

Als Bastelvorlage bitte das Bild "Testschaltung" benutzen. (ganz unten auf dieser Seite)

 

Bild 2

Im Detail.

 

Bild 3

Batterie-Clipse

 

Bild 4

Der Elektrodenhalter.

Ein einfacher, aber höchst effektiver Elektrodenhalter. Mit Bohrungen für verschiedene Elektrodenabstände. Das Plexi- oder Acryl-Glas sollte mindestens 4 mm stark sein. Es lässt sich leicht sägen, bohren und mit der Feile bearbeiten. (vorher an einem Reststück ein bisschen üben) Langsam bohren, mit geringster Drehzahl und wenig Druck, sonst werden die Bohrlöcher warm und weich und sind nachher nicht passgerecht. Und Vorsicht: Es gibt zwei Sorten, die eine ist ziemlich lösungsmittelfest, verträgt sogar reinigen mit Aceton. Die andere Sorte verträgt das nicht. Spiritus zum Reinigen geht bei beiden. Tipp: Zum Bearbeiten mit einem Filzschreiber markieren und nachher mit Spiritus abwischen. (aber zuvor an einem Reststück testen)

Die Elektrodenabstände sind (quer) 12,5 mm und (längs) 15 bzw. 30 mm. Das erlaubt später zu Experimentieren.
Der Standard-Abstand sei vorerst 12,5 mm, das entspricht dem eines der Marktführer unter den käuflichen Geräten. (Ionic-Pulser)

 

Bild 5

 

Bild 6

Wie man sieht, kann man die Elektroden für verschieden hohe Gläser höher oder tiefer stellen. (Das Elektrodenende sollte nicht zu dicht an den Glasboden reichen, da sich dort bisweilen deutlich sichtbare "Kriechstrecken" im Wasser bilden, die dann von einer Elektrode zur anderen über den Glasboden verlaufen und den Elektrodenstrom kurzschließen. Der Abstand sollte darum mindestens 10 mm über dem Boden des Glases stehen.)

 

Erster Bauvorschlag:

So? (1.Vorschlag)

Die "Elektronik" (wenn man das so nennen darf) sitzt separat auf einer kleinen Platine.

Das kleine Teil hier allein abgebildet.

 

Oder so? (2.Vorschlag)
In Kunststoff-Box. (RAACO Pocket 1)

 

Liegt nur lose im Gehäuse und kann herausgenommen werden.

 

Andere, einfache Möglichkeit:
Elektrodenhalter mit Plexiglasplatte und Experimentierkabeln!
(Vorteil: man kann die Elektroden-Eintauchtiefe für verschiedene Gläser variieren.)

 

Der aktuelle Schaltplan´(überarbeitet 18.07.217)

 

 

Und hier noch einmal als "Bauteilzeichnung"

 

 

Es funktioniert nicht?

Ihr habt alles richtig gemacht und trotzdem funktioniert es nicht? Dann lasst Euch sagen, dass dies leider der Elektronik-Alltag ist! Erfahrene Elektronik-Bastler wissen das. (Und fallen trotzdem immer wieder darauf rein.) Der erste Gedanke ist nämlich immer: "Mit der Schaltung stimmt was nicht." Und der Fehler wird immer zuerst im Schaltplan vermutet.

Der dringende Rat lautet: Bevor Ihr überhaupt mit diesem Projekt anfangt, lötet Euch in nur 5 Minuten die Teile so zusammen, wie hier abgebildet (siehe unten "Testschaltung") und macht einen ersten Funktionstest. Wer meint, dass er das nicht braucht, darf sich auch nicht wundern.

Das unbedingt erforderliche Multimeter (ab 5 Euro bei ebay zu bekommen) auf Volt schalten. Die vier Stück 9-Volt Batterien in Reihe schalten, so dass Ihr mit dem Multimeter ca. 36 Volt messen könnt (oder bei neuen Batterien auch etwas mehr).

Dann den Pluspol der Batterien an den roten Draht dieser Testschaltung legen und den blauen an Minus. Die LED (Leuchtdiode) nuss nun hell leuchten. Das Multimeter nun nach Bedienungsanleitung auf Ampere umschalten und es mit seinen beiden Messkabeln entweder in die rote oder blaue Leitung der Testschaltung "einreihen". So, dass der Strom "hindurch" fließen muß. Das nennt man: "in Reihe schalten".

Beginnt diese Messungen IMMER mit dem höchsten Ampere-Messbereich und schaltet erst dann auf kleinere Messbereiche um, wenn dabei anfangs nicht schon ein viel zu hoher Strom angezeigt wird, sonst zerstört es Euch eventuell die Sicherung des Multimeters, falls Ihr etwas falsch gemacht haben solltet. Der Strom muss je nach Ausführung eurer Schaltung etwa 5 mA oder 10 mA betragen. (es kommt auch nicht auf die Stellen nach dem Komma an)

Das Multimeter zeigt dann den Sollwert der Strombegrenzung an, sozusagen den Höchstwert. Es ist somit der "höchstmögliche Strom".

Danach könnt Ihr die beiden Elektroden ebenfalls "in Reihe" in den Stromfluss einfügen, so dass der Strom aus den Batterien durch die Testschaltung, durch das Multimeter und mittels der beiden Elektroden auch noch durch das Wasser im Glas fließen muss. Es ist bildlich tatsächlich wie ein Kreislauf angeordnet. Zuvor erhitztes, destilliertes oder demineralisiertes Wasser verwenden. Es soll heiß sein, aber keine Wissenschaft daraus machen und Temperatur messen. Einfach nur "heiß".

Der Anfangsstrom ist gering. Meist unter 1 mA. Er muss innerhalb einiger Minuten auf den Sollwert ansteigen, also auf ca. 5 mA oder 10 mA und dann so bleiben. Zum Testen könnt Ihr zunächst auch kaltes Leitungswasser nehmen, das nachher fortgeschüttet und keinesfalls verwendet wird. Dann, bei Leitungswasser, muss der Strom sofort auf Sollwert steigen. (bedingt durch die höhere Leitfähigkeit auf Grund der Verunreinigungen mit Mineralien im Leitungswasser)

Testschaltung

Der rote Draht kommt an Plus, der blaue an Minus. Die LED leuchtet auch bei verschiedenen Spannungen immer gleich hell, weil der Strom je nach Schaltung auf  5 oder 10 mA begrenzt ist.

 

 

                                                                                                                 

Stückliste:         ( 18.07.2017)

Reichelt Elektronik

www.reichelt.de

Telefon 04422-955333 

 

1 Stück Lochrasterplatine 160 x 100, Reichelt-Bestell-Nr.                                                   

4 Stück Batteriehalter, Reichelt-Bestell-Nr.  , a 0,46 €                                              

1 Stück Diode, Reichelt-Bestell-Nr.                                                                                

1 Stück Spannungsregler, Reichelt-Bestell-Nr.     

  alternativ            
                                         

Widerstände nach Wahl:




     
                                          

1 Leuchtdiode, Reichelt-Bestell-Nr.                                                                       

(Leuchtdioden gibt es auch in anderen Farben, Blau z.B., Bestell-Nr. ,                      

2 Stück Zwerg-Buchse 2,6 mm, Reichelt-Bestell-Nr.                                                   

2 Stück Zwerg-Stecker 2,6 mm, Reichelt-Bestell-Nr.                                                        

1 Mini-Krokoklemmensatz    Reichelt-Bestell-Nr.                                                             

1 Kunststoffbox, Reichelt-Bestell-Nr.                                                                

2 Stück Distanzbolzen, Reichelt-Bestell-Nr. , a 0,08 €                                                               

                                   

___________________

Was man noch braucht:
4 Stück 9V Batterien
4 Stück kurze 3 mm Schrauben (M 3 x 6), ev. von längeren Schrauben absägen
ein Stückchen dünnen, isolierten Draht (Klingeldraht), möglichst keine Litze
Heißkleber oder Doppelklebestreifen (zum Befestigen der Batteriehalter)
etwas Isolierband

1 Stück Plexiglas (Acrylglas) 4 mm oder stärker für den Elektrodenhalter (ebay)

2 Silber-Elektroden 2,5 mm, für 10 mA Länge mindestens 140 mm, für 5 mA reichen 75 mm.
Reinheit mindestens 99.99 % oder höhere Reinheit 99,999 %

                                                                              * * *

Kurzanleitung: (erst alles lesen, dann erst beginnen, Batterien erst ganz zum Schluss einlegen)

Eine Empfehlung vorweg: Es motiviert sehr und nimmt dem Anfänger viele Ängste, wenn er sich wie in
Experimentieraufbau Bild 1 gezeigt, zunächst einmal die Schaltung probehalber zusammenlötet und dann
weiß, "dass es funktioniert".

Und noch etwas: Bestellt euch lieber "einen kleinen Vorrat" der kleinen Bauteile, die kosten - mit Ausnahme des LR12 - ja nur ein paar Cent. Das entspannt beim Basteln ungeheuer, wenn noch Reserve da ist.

1. Die Lochrasterplatine passend zuschneiden, so dass sie exakt in die RAACO-Kunststoffbox passt.
    (unten ist dort, wo die Kupfer-Lötaugen sitzen)

2. Den genauen Sitz der Batteriehalter mit einem Filzschreiber auf der Lochrasterplatine markieren.
    (es wird eng, darum genau arbeiten)

3. Isolierte Drähte an die "Lötfahnen" der Batteriehalter anlöten. (ca. 100 mm lange Stücke)

4. Die Batteriehalter befestigen. (geht gut mit Heißkleber) Dabei die angelöteten Drähte durch die Löcher der
    Lochrasterplatine stecken, so dass sie unter der Platine herauskommen.

Ganz wichtig!
Wenn man die Batteriehalter so anordnet, wie hier abgebildet, muss zwischen  den "gegenüberliegenden Haltern",
also dort, wo die Lötfahnen sitzen, ein Streifen Isolierband (oder auch doppelt) oder Textilklebeband  gelegt
werden, damit es nicht zu einer Berührung, sprich "Kurzschluss", kommen kann. Die Lötstellen sollen dort
auch nicht sehr dick sein, so dass man sie schön flach andrücken kann. (es wird eng dort)

5. Aus dem abgeschnittenen Rest der Lochrasterplatine schneidet man sich das kleine "Oberdeck", welches die
beiden Buchsen für den Elektrodenanschluss trägt. (etwa 45 mm lang u. 15 mm breit)
Als Abstandshalter dienen die beiden Distanzbolzen, die oben und unten mit den 3 mm Schrauben verschraubt
werden.

(zum Bohren u. Sägen sag ich hier lieber nichts, das muss man(n) oder Frau  können oder sich zeigen lassen)

Abstand der beiden Buchsen beträgt 12,5 mm, Bohrung 5 mm.
Abstand der beiden Distanzbolzen 35 mm, Bohrung 3 mm.
An die Buchsen wird je ein Stück Draht angelötet, dann wird dieses "Oberdeck" mit der unteren Platine verschraubt.

Zum Schluss werden die Elektronik-Bauteile plaziert, sprich "in die Löcher gesteckt" und von unten mit Drähten
verbunden bzw. verlötet. Das sollte man anhand der Bauteilezeichnung machen, es ist nicht so schwer.

Vor Einlegen der Batterien wird aber nochmals alles sorgsam überprüft, vor allem, damit kein Kurzschluss die Batterien
entleert.

Am besten setzt man jede Batterie einzeln ein und misst zuvor mit dem Multimeter (auf A = Ampere stellen) mittels der
Prüfkabel, ob da ein Strom fließt. Ist das der Fall, dann ist ein Fehler vorhanden. In diesem Falle die Verbindung sofort
trennen und die Schaltung überprüfen. Das ist ein einfacher Messvorgang, aber wer sich damit nicht auskennt, sollte sich
das zuvor zeigen lassen. Es darf ohne angeschlossene und eingetauchte Elektroden kein Strom fließen. Darum ist es auch
später bei längerer Lagerung nicht nötig, die Batterien zu entnehmen.

Der Elektrodenhalter....
In das Stück Plexi- bzw. Acrylglas werden im Abstand von 12,5 mm zwei Löcher mit 2,5 mm Durchmesser gebohrt.
Am besten mit einem dünnen Bohrer (1,5 mm) vorbohren) Das Bohren und Aufbohren muss mit niedrigster Drehzahl
erfolgen, sonst wird das Material heiß und verformt sich.

An zwei der Experimentierkabel werden die "Krokodilklemmen" abgeschnitten und die Enden mit den 2,6 mm Zwerg-
steckern versehen. Die Enden der beiden Leitungen vor dem Verschrauben in den Steckern am besten mit dem Lötkolben
verzinnen, das gibt besseren Halt in den Steckern.

Wenn alles richtig ist, muss die Leuchtdiode beim Eintauchen ins Wasser aufleuchten. Man sollte zumindest bei den ersten
Anwendungen ein paarmal den Strom mit dem Multimeter messen. Dazu das Multimeter auf mA stellen und mit den
Prüfkabeln direkt an den beiden Elektroden anschließen. Das ist ein "Kurzschluss", die Schaltung verträgt das, wenn sie richtig aufgebaut wurde. Der Strom darf nicht wesentlich höher oder niedriger als der Sollwert sein. (entsprechend der gewählten Schaltung 5 oder 10 mA) 

Im Betrieb ist der Anfangsstrom nur sehr gering. Typisch ist z.B. ein Anfangsstrom von nur 0,3 mA. Dieser steigt erst in
den folgenden Minuten auf den Sollwert an und hält sich dann für die gesamte Einschaltdauer auf diesem Wert.

Als Einschaltdauer werden 30 - 60 Minuten empfohlen. Angaben zum erreichten ppm-Wert können nicht gemacht werden,
diese Einschaltdauer entspricht jedoch den Werten handelsüblicher Geräte, z.B. Ionic-Pulser und andere.

Nur destilliertes Wasser verwenden. Niemals Salz hinzufügen und niemals Leitungs- oder gar Mineralwassere verwenden.
(es gibt immer noch Schwachsinnige, die das im Internet empfehlen, obwohl es eindeutig fest steht, dass ins Kolloidale
Silber nichts anderes hinein darf, als eben "Silber")

Möglichst kein doppelt oder dreifach destilliertes Wasser verwenden, es ist unnötig und sinnlos und behindert den Herstellungs-
prozess sehr, weil der Anfangsstrom noch viel geringer ist.

Kein "Osmosewasser" verwenden. (vorab: ich diskutiere auch nicht mit Freunden des Osmosewassers darüber)

Empfehlung: "AMPUWA für Spülzwecke" (das ist destilliertes Wasser für die Reinigung medizinischer Geräte, kostet unter 2,- Euro im 6-er Pack in Plastikflaschen, Angebote zahlreich im Internet)
 

Viel Erfolg!

(sollten sich Fehler eingeschlichen haben, erbitte ich entsprechenden Hinweis)

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Impressum:

© April/2005 by HANS-DIETER TEUTEBERG •  hans-dieter.teuteberg@t-online.de

Illustrationen
 © H.D.T.