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16.10.2014 Änderung:  F1 ist künftig PFRA 025, die Stückliste wurde entsprechend geändert

2. Selbstbau-Projekt bei wer-kennt-wen (gestartet April 2011)
(letzte Überarbeitung: 16.10.2014)

Es wird hier ausdrücklich betont, daß Nachbau und Betrieb auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung erfolgt. Die frei zugängliche Spannung beträgt ca. 50 Volt und liegt im Rahmen der Vorschrift für Kleinspannung SELV. Dennoch sind solche Geräte von Kindern und nichtsachkundigen Personen fernzuhalten.

Diese Anleitung dient nicht der kommerziellen Nutzung, sondern ausschließlich der persönlichen Anwendung für eigene, private Zwecke.

 

So soll es einmal aussehen

 

Als erstes schneiden wir uns die Lochrasterplatine auf 108 x 78 mm zurecht. Dann aus dem Rest das Oberdeck 70 x 20 mm.
Danach werden die Löcher in das Oberdeck gebohrt. Das Oberdeck wird anschließend auf seinen Platz auf der Lochrasterplatine fixiert (mit einer dünnen Lage Kaugummi oder mit Tesastreifen) und das 3 mm Loch für den Distanzbolzen wird passend durchgebohrt. Alle anderen Löcher befinden sich "nur auf dem Oberdeck, NICHT auf der Lochrasterplatine".
(das kleine rechteckige Loch unten kommt später)

 

So sollen die beiden Teile aussehen Lochrasterplatine und Oberdeck. (das kleine Loch unten auf der großen Platine machen wir später)

Bild 1                                                                                           Bild 2

  

 

Die Teile für das Oberdeck.

Die gegenüberliegenden Anschlußfahnen der Stromversorgungsbuchse winkeln wir mit der Zange vorsichtig rechtwinklig ab. Die 3. Anschlußfahne bleibt so, da sie aus hartem Material ist und wahrscheinlich abbrechen würde. Für sie fertigen wir später das rechteckige Loch in der Lochrasterplatine an.

Bild 3                                                                                            Bild 4

  

 

 

Dann schneiden wir für jede der beiden Elektrodenbuchsen ein 5 cm langes Stück Schaltdraht ab, entfernen die Isolierung und biegen es so wie auf Bild 5 abgebildet. Danach löten wir das gebogene Drahtstück am "Löt- und Anschlußende" der Buchse an. Bild 6.

Bild 5                                                                                             Bild 6

  

 

 

Tipp: Wenn man keinen Schraubstock hat, kann man kleine Teile auch so fixieren und auf den Tisch legen, dann hat man zwei Hände zum Löten frei.

Bild 7

 


Wir montieren die Teile für das Oberdeck. (der Federring für die Stromversorgungsbuchse kommt unten drunter, die Mutter oben drauf, damit die Höhe stimmt) Dann markieren wir uns auf der großen Lochrasterplatine die Stelle, wo wir das rechteckige Loch für die 3. Anschlußfahne der Stromversorgungsbuchse benötigen und fertigen es an. Vielleicht mit einer Laubsäge oder einfach mit einem sehr kleinen, scharfen Schraubenzieher ausstechen. (hier auf dem Bild ist das Loch schon fertig)

Bild 8

 

 

Bild 9
Nun werden Drähte 1 cm abisoliert und unter der Lochrasterplatine durch die Anschlußfahnen der Stromversorgungsbuchse gesteckt.  Die eine Anschlußfahne (für die wir das rechteckige Loch gemacht haben) befindet sich ja unten drunter und bei den andern beiden müssen wir den Draht durch ein Loch von unten durchstecken, so daß er oben im Loch der Anschlußfahne herauskommt. Den Draht an der linken Anschlußfahne kneifen wir recht kurz ab, da dort kein Anschluß vorgesehen ist.. 

Bild 10
Dann werden noch die obenliegenden Anschlußfahnen mit den durchgesteckten Drahtenden verlötet. Nicht etwa denken: "Die linke ist ja ohnehin nicht angeschlossen.." Sie muß ebenfalls verlötet werden, wegen der Stabilität und dem festen Sitz der Buchse.


Bild 9                                                                                            Bild 10

  

 

Das war "die Pflicht", jetzt kommt "die Kür", der schönere Teil der Arbeiten. Wir können aber schon eine erste Messung der Spannung an den beiden angelöteten Drähten machen. Sie muß bei unserem empfohlenen und angeschlossenem 12V AC Steckernetzteil so ungefähr 14 Volt betragen. (die Spannung ist im "Leerlauf" immer etwas höher als die angegebene Nennspannung)

***************

Wir haben die Eingangsspannung gemessen und sie war mit ca, 14 Volt OK!
Jetzt haben wir die wesentlichen Teile der "internen Stromversorgung"  in die Lochrasterplatte gesteckt. Beim Trafo ist das nicht so einfach, die 8 Stifte in die Löcher zu bekommen. Sie müssen auch etwas gebogen werden, damit sie passen. Am besten nimmt man sich dafür ein wenig  Zeit.


* * *


Einige Bauteile haben Markierungen, weil sie "richtig gepolt" angeschlossen werden müssen. Bei anderen hingegen, ist es egal. Am besten sieht man dies auf Bild 16.
Alle Dioden haben Ringe als Markierung (bei unserem Projekt 2 sind das D1 bis D5), die müssen auch so eingelötet werden. Bei den Dioden, die keine oder an beiden Enden Ringe haben (D4 u. D5), ist es wiederum egal, wie herum.
Widerstände (R1, R2, R3) haben zwar Farbringe, die geben aber nur den Widerstandswert an. Es ist also immer egal, wie herum ein Widerstand eingelötet wird.
Der Elko C1 (Elektrolytkondensator) hat auf dem Bauteil oft nur eine Markierung des "-" (Minuspol), meist auf einem breiten, grauen Streifen. Es kann aber auch ein "+" (Plus) aufgedruckt sein. Das muß ebenfalls richtig sein.
An GL1 sind die Markierungen nicht zu übersehen. Der Transistor T1 muß so wie abgebildet sitzen. Die Leuchtdiode LD1 hat ebenfalls eine Markierung, eine kleine Abflachung. Auch das muß beachtet werden.

Bild 11

 

 

Nachdem die Unterseite verlötet ist, können wir die Endspannung schon messen. Sie liegt an der Diode D3 an, Das sind auf Bild 12 Abbildung die oberen zwei Anschlüsse rechts. Der rechte Anschluß ist Minus, der linke ist Plus. Die Spannung soll ca. 52 Volt betragen.

Auf Bild 13 haben wir die restlichen Bauteile von oben durchgesteckt und von unten verlötet. Fertig!


Bild 12                                                                                          Bild 13
                                                                                       
  


 

So sieht die Unterseite aus. Zur besseren Orientierung nehme man die folgenden Abbildungen: Lötseite und Bestückungsseite

Bild 14




Bild 15                                                                                              Bild 15a (gilt nur für die alternativ genannten Trafos)


 

Bild 16
Der Blick "von oben" auf die Bauteile.
Die dünnen, schwarzen Linien sind die Drähte "unten drunter", also "durch die Lochrasterplatine "hindurch gesehen".

Achtung Korrektur!
Die Leuchtdiode LD1 war falsch herum gezeichnet und ist jetzt korrigiert abgebildet. Die kleine Markierung an der Leuchtdiode muß (wie jetzt abgebildet) nach oben zeigen.

 

 

Schaltplan
Bild 17

 

 

Elektrodenhalter (Elektrodenabstand 12,5 mm u. weitere Abstände nach Belieben)
Bild 18

 

* * *

Beschreibung

Rechts von der gestrichelten Trennlinie das ganze, "Geheimnis" der Original-Schaltung: Ein einziger Transistor T1 umgeben von drei Widerständen R1, R2, R3 und einer Diode D2 regelt den Strom auf ca.5,2 mA maximal. Das Steckernetzteil des Originals hat einen Wechselspannungsausgang bei einer Nennspannung von 33 Volt. Die Leerlaufspannung ist jedoch, wie immer bei solch  kleinen Netzteilen, wesentlich höher, sie beträgt etwa 39 Volt. An den Punkten 1 und 2 liegt bei der Originalversion diese Spannung an..

Die überaus bescheiden zu nennende Gleichrichtung mit D1 und Glättung mit C1 ergibt eine Gleichspannung von ca. 50 Volt, mit "geringer Restwelligkeit", wie es der Hersteller bezeichnet. Diese "Restwelligkeit" ist somit einfach nur auf eine aus fachlicher Sicht notdürftige Gleichrichterchaltung zurückzuführen, die für diese Zwecke aber ausreichend ist.. Daß die Restwelligkeit  eine besondere Wirkung auf die Herstellung von Kolloidalem Silber haben könnte, ist völlig offen. Es gibt weder Anhaltspunkte dafür noch dagegen.

Der Elektrodenstrom wird über eine 20mA LED geführt, welche somit zwangläufig leuchtet, sobald und solange die Elektroden eingetaucht werden. (Die Strombegrenzung ist keineswegs stabil gegen Veränderungen der Versorgungsspannung, Das würde sich bei Verwendung anderer Versorgungsspannungen als Nachteil erweisen, weil dies zu anderen Werten des Elektrodenstroms führte.) Hier bricht bei Belastung durch den Elektrodenstrom die Gleichspannung von etwa 50 Volt auf etwa 47 Volt ein und damit fällt auch der Elektrodenstrom etwas ab und pendelt sich auf ca. 5,2 mA ein.

Diese ganzen Umstände galt es bei dem Nachbau möglichst annähernd nachzuahmen, wobei auf  das Steckernetzteil mit 33 Volt Nennspannung verzichtet werden sollte, weil solche Ausgangsspannungen zu gerätespezifisch sind und es ernste Beschaffungsprobleme für ein solches Steckernetzteil gäbe. Die Schaltung soll statt dessen mit einem leicht zu beschaffenden Steckernetzteil betrieben werden. Die Wahl fiel dabei auf 12 Volt Nennspannung. Folglich mußte im Inneren des Gerätes mit einer "angepaßten   Stromversorgung" die Spannung angehoben werden, um auf 50 Volt Gleichspannung zu kommen. Wir benutzen dazu "zweckentfremdet" einen kleinen Netztransformator Tr.1, mit dem wir die Wechselspannung des 12 V Steckernetzteils herauftransformieren. Ferner sichern wir die Schaltung mit Überspannungs-Schutzdioden D4, D5 ab. Letztlich begrenzen wir noch die Gleichspannung mit der Zenerdiode D3, so daß wir insgesamt auf ziemlich genau 50 Volt kommen, was dem Original entspricht..

In Verbindung mit der selbstrückstellenden Sicherung F1 und den beiden Überspannungsschutzdioden D4, D5, sowie der Zenerdiode D3 ist unser Nachbau auch bedingt sicher gegen Falschanschluß von Steckernetzteilen mit höheren Spannungen als 12 Volt AC. Die Schaltung arbeitet bei Anschluß höherer Spannungen intervallmäßig abschaltend, also nicht korrekt. Es ist daher nicht sinnvoll, ein Steckernetzteil mit einer höheren Ausgangs-Nennspannung als 12 V AC anzuschließen. Bei Anschluß von Gleichspannungs-Netzteilen arbeitet die Schaltung gar nicht.

Es wird hier ausdrücklich betont, daß der Nachbau und Betrieb auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung erfolgt. Diese Anleitung dient nicht der kommerziellen, sondern ausschließlich der persönlichen Anwendung für eigene, private Zwecke. Die frei zugängliche und nicht durch Berührungs-Schutzmaßnahmen gesicherte Spannung beträgt etwa 50 Volt Gleichspannung. Nach der Vorschrift für Kleinspannung SELV wären 60 Volt zulässig. Dennoch sind solche Geräte mit Sorgfalt zu handhaben und von Kindern und Nichtsachverständigen Personen fernzuhalten. 
 

* * *

Stückliste (korrigiert 24.10.2012

Nachfolgende Stückliste kann zum Ausdrucken als Word-Datei heruntergeladen werden

www.reichelt.de, Tel. 04422-955333
1 Stück Elko C1, Reichelt Best.-Nr. RAD 22/100
2 Stück Dioden D1, D2, Reichelt Best-Nr. 1N4003
1 Stück Zenerdiode D3, Reichelt Best.-Nr. ZD51
1 Stück Überspannungs-Schutzdiode D4, Reichelt Best.-Nr. 1,5KE 68CA
1 Stück Überspannungs-Schutzdiode D5, Reichelt Best.-Nr. 1,5KE 15CA
1 Stück Elektronische Sicherung F1, Reichelt Best.-Nr. PFRA 025
1 Stück Brückengleichrichter Gl.1, Reichelt Best.-Nr. B500C1000DIP
1 Stück Leuchtdiode LD1, Reichelt Best.-Nr. LED 5mm RT
2 Stück Widerstände R1 u. R3, Reichelt Best.-Nr. Metall 100
1 Stück Widerstand R2, Reichelt Best.-Nr. Metall 10,0K
1 Stück Transistor T1, Reichelt Best.-Nr. BC556B
1 Stück Trafo Tr.1, Reichelt Best.-Nr. UI30/5,5 212

1 Stück Lochrasterplatine, Reichelt Best.-Nr. H25 PR160
1 Stück Distanzbolzen 12mm, Reichelt Best.-Nr. DI 12MM

1 Stück Stromversorgungsbuchse, Reichelt Best.-Nr. HEBL 21
1 Stück Stromversorgungsstecker, Reichelt Best.-Nr. HS 21-9

1 Stück Zwerg-Buchse ROT 2,6 mm, Reichelt Best.-Nr. EBV 26 RT
1 Stück Zwerg-Buchse Blau 2,6 mm, Reichelt Best.-Nr. EBV 26 BL
1 Stück Zwerg-Stecker ROT 2,6 mm, Reichelt Best.-Nr. ZS 26 RT
1 Stück Zwerg-Stecker Blau 2,6 mm, Reichelt Best.-Nr. ZS 26 BL

1 Stück Kunststoffbox, Reichelt Best.-Nr. RAACO Pocket 1
oder als größere Alternative
1 Stück Kunststoffbox, Reichelt Best.-Nr. RAACO PSC6-0
1 Stück Mini-Krokoklemmensatz, Reichelt Best.-Nr. MK 612S

Was sonst noch benötigt wird:

1 Steckernetzteil 12 V AC, 500 mA (oder mehr)
Lüdecke-Elektronic, Artikel-Nr. 1163
http://www.luedeke-elektronic.de/Netzgeraete-Netzteile/Steckernetzteile-AC-AC

Vergleichbare Steckernetzteile sind auch zu erhalten bei:  http://www.conelek.com/ oder http://www.henri.de/

Es soll hier nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß der Betrieb nur mit AC, also Wechselspannung, möglich ist. Mit DC-Steckernetzteilen oder Schaltnetzteilen, also Gleichspannung am Ausgang, ist ein Betrieb nicht möglich.


Ein Stück isolierten Schaltdraht 0,5 mm. (leider weigert sich Reichelt seit Jahren beharrlich, simplen isolierten Schaltdraht in sein Lieferprogramm aufzunehmen)


2 Schrauben 3x6 mm
1 Stück Plexiglas als Elektrodenhalter
2 Silberelektroden 2,5 mm, 75, 85 oder 100 mm lang

Alternativ funktioniert auch Trafo Tr.1, Reichelt Best.-Nr. UI30/7,5 212, es sind dann jedoch vor D1 (Schaltplan) zwei weitere Dioden 1N4003 in Reihe vorzuschalten, um auf 50 Volt zu reduzieren..
Gleichfalls können auch Trafo Tr.1, Reichelt Best. Nr. UI30/5,5 206 umd UI30/7,5 206  (2 x 6 Volt) verwendet werden. Dann sind jedoch die beiden 6 Volt-Wicklungen mit einer Brücke in Reihe zu schalten. (siehe Bild 15a)
 

* * *

Die ppm-Tabelle für das 2. Selbstbau-Projekt
(die Tabelle wurde nach der Originalversion angefertigt, dient lediglich als Richtwert und erhebt keinen Anspruch auf absolute Genauigkeit)

(überarbeitet 12.05.2011)

 

ppm-Tabelle als PDF-Download

 

Bedienungsanleitung

   Vorwort

Lieber Leser dieser Anleitung, Sie können Kolloidales Silber ohne viel Wissen selber herstellen und es entgeht Ihnen nichts, wenn Sie dieses Vorwort überspringen und sich einfach an den meist glorreichen Versprechungen der gewerblichen Anbieter von Geräten orientieren. Daß Sie dabei möglicherweise nach Strich und Faden belogen werden, soll Sie nicht weiter stören, denn Sie kaufen dort ja nichts, sondern haben sich Ihr Gerät nach den Anleitungen dieser Webseite selber gebaut oder wollen das tun. Außerdem lügen die gewerblichen Anbieter ja auch nicht alle, sondern einige schreiben einfach nur das Erlogene anderer ab, ohne selber etwas zu wissen. Diese handeln also zumindest aus Überzeugung (wenn auch falscher). Und dann gibt es noch einige wenige, die tatsächlich fundiertes Fachwissen haben. 

Wenn Sie aber alles ganz genau wissen wollen, dann werden sie sowieso damit scheitern, denn es gibt "kein gesammeltes Fachwissen" darüber, sondern das Meiste, was man über Geräte zur Herstellung von Kolloidalem Silber in den Beschreibungen der kommerziellen Hersteller liest, ist irgendwie "beschönigt", "nicht gesichert" oder "an den Haaren herbeigezogen". (eine Ausnahme bildet die Fachliteratur, vornehmlich aus den USA) 

Kolloidales Silber läßt sich bis dato nicht ppm-genau herstellen. Es gibt derzeit kein Verfahren und somit kein Gerät im Handel, welches eine Abschaltung bei Erreichen eines ppm-Wertes bewirkt oder welches eine exakte Voreinstellung auf einen ppm-Wert ermöglicht.  (Es gibt jedoch hin und wieder Hersteller, die das von ihren Geräten behaupten.)

Die Herstellung von Kolloidalem Silber ist immer wieder ein einzigartiger, individueller Vorgang, der nicht mit der Stoppuhr oder sonstigen technischen Hilfsmitteln zu einem stets gleichen Ergebnis führt. Wenn Ihnen jemand etwas anderes erzählt, dann hat dies den gleichen Wahrheitsgehalt, wie jegliche andere Werbung oder sonstige Reklame. Das sollten Sie wissen.

Aber muß man nicht vielleicht doch wirklich alles erklären? Nein, das betrifft eher ein Problem, welches gewerbliche Anbieter haben. Sie müssen sich immer an die Gepflogenheiten der Gesellschaft und auch des Landes und ihrer Konkurrenz anpassen und sich auch gegen Schadensersatzforderungen von Leuten absichern, die das denkbar Unvernünftigste tun und dann die Folgen ihres eigenen, dummen Handelns auf den Fabrikanten des Gerätes abwälzen möchten. Wir müssen also hier nicht ausdrücklich schreiben, daß man sich elektrische Drähte nicht in die Nase oder sonstige Leibesöffnungen stecken soll. Und hier wird ja auch keinerlei Haftung für eigenes Tun eines anderen übernommen.

Hier muß auch nicht der Eindruck einer sicheren und reproduzierbaren Funktion des Gerätes erweckt werden, weil wir hier ja nicht mit anderen gewerblichen Vertreibern konkurrieren müssen und nichts verkaufen wollen. Wir können also hier "Die Wahrheit" schreiben, ohne daß es Schaden nach sich zieht. Wie wunderbar! "Wahrheit, die unschädlich ist."

   Trotzdem:

Sicherheitshinweise
Das Gerät darf nur mit einem zugelassenen Steckernetzteil (CE-Zeichen) mit 230 Volt Eingang und  12 Volt AC-Ausgang (Wechselspannung) betrieben werden. 

Die Elektroden im eingeschalteten Zustand möglichst nicht berühren. Und keinesfalls (wie bei Batterien bekannt) den "Zungentest" machen. Personen mit Herzschrittmachern oder geschwächter Gesundheit sollten eine direkte Berührung der Elektroden auf jeden Fall immer vermeiden.

Nicht auf leitfähigem Untergrund betreiben (Spültische, Herdplatten usw.). Auf keinen Fall das eingesteckte Gerät auf solchem, metallischen Untergrund ablegen.

Das Gerät nicht unbeaufsichtigt betreiben. Nach Beendigung das Netzteil ausstecken. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Es dürfen nur Silber-Elektroden der Reinheit 99,99 Prozent = 9999 oder höher, also (99,999 Prozent = 99999, verwendet werden. Das Material soll hartgewalzt sein, kein weiches, biegsames Material von der Rolle. Kein Silber aus unklarer Herkunft verwenden und keinesfalls Silberdrähte aus dem Bereich Schmuck oder Elektrotechnik.

Abmessungen der Elektroden (Silberstäbe): 2,5 mm Durchmesser, 75 - 100 mm lang.

 

* * *

   Allgemein

Reines Silberkolloid läßt sich nur mit demineralisiertem oder destilliertem Wasser herstellen.

Wenn Hersteller von Geräten die Verwendung von Leitungswasser, Osmosewasser, Mineralwasser oder sogar das Hinzufügen von Salz empfehlen, handelt es sich um höchst bedenkliche und risikoreiche Empfehlungen, die sich außerhalb der Erkenntnisse von Chemie und Physik bewegen, weil sich zwangsläufig unerwünschte, chemische Verbindungen bilden. Reines Kolloidales Silber darf aber nur aus Silber und Wasser bestehen. Anders formuliert:

Im Wasser darf nur Silber nachweisbar sein und keine Mineralien oder Verbindungen von Silber mit solchen, also erst recht keine giftigen Silbersalze, wie sie mit Sicherheit entstehen, wenn dazu Mineralwasser verwendet wird.

Der Grund für Anbieter, solche unsinnigen und gesundheitsschädlichen Empfehlungen abzugeben, ist reine Profitgier und mangelnde gesetzliche Kontrolle, weil sie damit vortäuschen, ihr Gerät könne im Gegensatz zu den Geräten anderer Hersteller "auch mit Leitungs- oder Mineralwasser" arbeiten. Sie können das tun, weil es derzeit noch kein Gesetz dagegen gibt. Ein weiterer Grund ist vielleicht noch der, daß sie einfach ohne zu prüfen, die Empfehlungen anderer unseriöser Anbieter übernommen und selbst keinerlei Wissen haben, also blind darauf vertrauen, was andere sagen oder schreiben.

Bei destilliertem oder demineralisiertem Wasser dauert die Anfangsphase bis zum Erreichen der maximalen Stromhöhe um so länger, je niedriger die Elektrodenspannung und je niedriger die Wassertemperatur ist. (Zulässig sind bei nicht berührungsgeschützten spannungsführenden Teilen nach den Vorschriften für Kleinspannung SELV maximal 60 Volt Gleichspannung.)

Um den Vorgang zu beschleunigen, muß das Wasser zuvor auf Siedepunkt gebracht werden. Die Herstellung kann auch mit kaltem Wasser erfolgen, jedoch ist der Verlauf mit erwärmtem Wasser erfahrungsgemäß gleichmäßiger und führt nicht so häufig zu den unerklärlichen Ausflockungen, die sporadisch immer wieder einmal auftreten.

Es wird hier auch ausdrücklich von der Verwendung von mehrfach destilliertem Wasser abgeraten, weil sich dadurch wiederum die Dauer der Anfangsphase bis zum Erreichen der vorgesehenen Stromhöhe verlängert und somit die Zeit, in welcher der Vorgang besonders "unberechenbar" abläuft.  

Zusammenfassend: In der Anfangsphase ist der Vorgang besonders instabil und kann unter sonst gleichen Bedingungen zu großen, sichtbaren Unterschieden führen. In den meisten Fällen verläuft die Anfangsphase jedoch "normal" und das Ergebnis ist wie erwartet. Andererseits gibt es meistens keine eindeutige Erklärung für sichtbar getrübte und unbrauchbare Ergebnisse der Herstellung.

Für Reinheit und ppm-Konzentration ist der Benutzer selbst verantwortlich. Ebenso für die Art der Anwendung. Therapievorschläge sind ausschließlich in Eigenverantwortung der gegebenen Fachliteratur aber nicht dieser Anleitung zu entnehmen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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   Gerät anschließen

Elektroden und Steckernetzteil an das Gerät anschließen. Steckernetzteil in eine vorschriftsmäßig installierte 220-230 Volt Steckdose einstecken.  

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   Herstellung

(alle Details sind nur allgemeiner, derzeitiger Erfahrungsstand, können also jederzeit durch neue, bessere Erfahrungen und besseres Wissen widerlegt und korrigiert werden)

 

Destilliertes oder demineralisiertes Wasser in einem Metall- oder hitzebeständigen Glasgefäß bis zum Siedepunkt erhitzen, etwa 3 Minuten abkühlen lassen und anschließend in ein passendes Trink- oder sonstiges Glas füllen. Das Gerät auf das Glas aufsetzen.

Die Stäbe müssen bis 0,5 - 1 cm unter dem Glasrand mit Wasser bedeckt sein. Beim Eintauchen in das Wasser beginnt die Kontrolllampe zu leuchten.

Die Herstellung wird mit dem Entfernen des Gerätes vom Glas beendet. Die Einschaltzeit richtet sich nach der gewünschten Konzentration (siehe Tabelle).  

Höhere ppm-Silberkonzentrationen können das Wasser gelb färben. Gelbe Farbe zeugt von hoher Reinheit des verwendeten Wassers, ist jedoch allein kein Maß für die ppm-Konzentration. Auch bei gleicher Herstellungsdauer und auch sonst völlig gleichen Bedingungen kann jede Lösung eine unterschiedlich starke Verfärbung bekommen.

Die fertige Silberlösung sollte 1 Stunde im Glas verbleiben. In dieser Zeit dunkelt sie etwas nach und wird klarer. Bei der Herstellung höherer Konzentrationen kann sich ein schwarzer Belag auf den Elektroden und auf dem Gefäßboden bilden. Um zu verhindern, dass sich zu viele schwarze Ablagerungen im Herstellungsgefäß bilden, sollte der Vorgang etwa nach 20 Minuten kurz unterbrochen werden, um die Silberelektroden (mit Küchenpapier) abzuwischen.

Der Belag auf den Silber-Elektroden ist nach der Herstellung erneut nur mit Küchenpapier  abzuwischen. Die Silber-Elektroden werden bereits nach dem ersten Gebrauch "grau". Das ist normal und nicht schädlich, weil es nur eine angerauhte Oberfläche ist. Keinesfalls sollen die Elektroden ständig blank poliert werden.

Im Silberwasser enthaltene Schwebeteilchen kann man mit einem Kaffeefilter herausfiltern. Oder man läßt sie zunächst als Bodensatz im Glas. Das Herstellungsglas soll nicht der Aufbewahrung dienen, sondern möglichst bald gründlich gespült und ausgewischt werden.

Das Wasser kann während der Herstellung zwar mit einem nichtmetallischen Stab umgerührt werden, jedoch ist das nicht empfehlenswert, weil es die Übereinstimmung mit den Werten der Tabelle beeinträchtigt. Umrühren ist somit nicht nötig und auch nicht förderlich im Sinne der Übereinstimmung mit der Tabelle.

Für die Herstellung selber dürfen keine Metall- oder Kunststoffgefäße verwendet werden. Hohe Glasgefäße sind besser geeignet, als niedrige mit großem Durchmesser.

Einfache Trinkgläser sind unzerbrechlichen oder hitzebeständigen Gläsern vorzuziehen, da sich die Silberpartikel leicht an deren Glaswänden absetzen können und somit die Herstellung negativ beeinträchtigen, ähnlich einer Verunreinigung des Wassers.

Das Silberwasser während und nach der Herstellung nicht mehr erwärmen!  

 

* * *

   Konzentration und Anwendung der Tabelle

Die Silberkonzentration wird in ppm (parts per Million) angegeben. 1 ppm =  1 Millionstel Teil Silber auf 1 Teil destilliertes oder demineralisiertes Wasser.

Die Herstellungsdauer ist allgemein abhängig von der Temperatur, der Leitfähigkeit, der Qualität des verwendeten Wassers, der Elektrodenoberfläche und manchen anderen Einflüssen, die noch gar nicht bekannt sind. Darum ist eine unter allen Bedingungen gleich arbeitende, automatische Strombegrenzung erforderlich. Ohne eine solche wären die Ergebnisse nicht linear steigernd zur Einschaltzeit, sondern könnten z.B. bei doppelter Einschaltzeit ein Vielfaches des ppm-Wertes erreichen. 

Die Silberabgabe ist bei diesem Gerät bei jeder Wassersorte etwa gleich und proportional zur Herstellungszeit, d.h. doppelte Einschaltzeit = doppelte ppm-Konzentration. Nach der Tabelle können die Einschaltzeiten in Bezug zu den Konzentrationen (ppm) ermittelt werden. Dazu oben auf der Waagrechten die Wassermenge wählen - senkrecht darunter den gewünschten ppm-Wert bestimmen - links die Herstellungszeit = Einschaltzeit ablesen.

Silberwasser niedriger Konzentrationen ist farb- und geschmacklos. Bei höheren Werten tritt eine Verfärbung ein, die allein aber keinen gültigen Schluß auf den ppm-Wert erlaubt. Darum sind optische Messverfahren (Tyndall-Effekt etc.) zur Bestimmung des ppm-Wertes ungeeignet. Je höher die Konzentration, um so intensiver der bittere Geschmack, unabhängig von Farbe oder Qualität des Silberwassers.

Empfohlen für fast alle Anwendungen: 25 ppm

Optimale Herstellung: Trinkglas mit 200 ml (0,2 Liter)

Herstellungszeit 15 Minuten.  

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   Lagerung

Das fertige Silberkolloid ist über Monate gebrauchsfähig, läßt aber in der elektrischen Ladung kontinuierlich nach. Kolloidales Silber mit einer großen Menge an positiv geladenen Ionen ist besonders wirksam und sollte daher möglichst kurze Zeit nach der Herstellung verabreicht werden.

Allgemein gilt: Nicht in Kunststoff- oder Metallbehältern lagern, sondern in dunklen Glasflaschen an dunklen Orten. Kühl, aber nicht im Kühlschrank lagern. Ebenso nicht in der Nähe von Elektrogeräten.

 

   Reinigung der Silberstäbe

Die Silberstäbe nach jeder Herstellung mit Küchenpapier abreiben. Keine Silberputzmittel oder Topfreiniger verwenden! Die Stäbe möglichst immer mit dem gleichen Ende ins Wasser einführen. Nicht jedes Mal die gleiche Elektrode in die gleiche Buchse oder an den gleichen Anschluß des Gerätes stecken oder anschließen, sondern wechseln.

Die Silberelektroden werden mit der Zeit immer dünner. Ein Paar reicht für die Herstellung von etwa 600 Liter (5 ppm) Kolloidalem Silber.  

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   Störungen beheben

ANZEIGE AM GERÄT LEUCHTET NICHT, obwohl das Netzteil richtig eingesteckt und die Silber-Stäbe in Wasser eingetaucht sind.

Es wird empfohlen:

1. die Spannung direkt an den Silber-Elektroden zu messen. Sie muß bei NICHT-eingetauchten Elektroden ca. 50 Volt Gleichspannung betragen. Bei eingetauchten Elektroden weniger.

2. den Strom messen, der durch das Wasser fließt, indem man das Meßgerät in die Zuleitung zu einer der Elektroden schaltet, so daß der Strom über das Meßgerät fließen muß. Er muß ca. 5 bis 5,5 mA betragen, wenn man die Elektroden dabei zum Testen in Leitungswasser hält.

Ebenso muß er 5 bis 5,5 mA oder etwas mehr betragen, wenn man das Meßgerät direkt an die beiden Silber-Elektroden hält, so daß ein Kurzschluß über das Meßgerät erfolgt. (mit der höchsten mA-Messeinstellung des Multimeters beginnen) Das ordnungsgemäß funktionierende Gerät kann durch einen Kurzschluß an den Elektroden keinen Schaden nehmen.

 

   Häufig wiederkehrende Fragen

 Das SILBERWASSER HAT UNTERSCHIEDLICHE FÄRBUNG, obwohl die gleiche Einschaltzeit gegeben war.

Mögliche Ursache:
Es wurde eine andere Wassersorte oder Wassertemperatur verwendet.
Es herrschten bei der Herstellung verschiedene Lichtverhältnisse.
Es befanden sich geringe Spülmittel- oder Fettrückstände im Herstellungsgefäß.
Das Herstellungsgefäß wurde nicht direkt nach der letzten Herstellung gründlich gereinigt und hat demzufolge einen dünnen, nicht sichtbaren Silberfilm angelagert.
Die Elektroden wurden auf andere Weise gereinigt.

 

   WEIßE NEBEL-STREIFEN IM WASSER

Es wurde Mineralwasser oder Leitungswasser verwendet, oder Salz zugegeben. (nur Wasser mit der Bezeichnung destilliert, entmineralisiert oder demineralisiert verwenden. Keine Zusätze zugeben)

 

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Impressum:

© April/2005 by HANS-DIETER TEUTEBERG •  hans-dieter.teuteberg@t-online.de

Illustrationen
 © H.D.T.