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überarbeitet 08.04.2015    Wichtige Information zum Steckernetzteil

überarbeitet 05.01.2015    Es wurde eine neue Skizze für den Elektrodenhalter hinzugefügt.

 

Selbstbau-Projekt 8 

08.04.2015
Die Beschaffung des AC-AC Steckernetzteils ist leider in letzter Zeit immer schwieriger geworden. Nun gibt es Informationen darüber, daß diese Netzteile auf Grund einer EU-Regelung von Lieferanten künftig nur noch als Ersatzteil geliefert werden dürfen, ansonsten aber keine Zulassung mehr für den europäischen Markt haben.

Siehe dazu eine Information der Firma Vellemann:  http://www.velleman.eu/products/view/?country=fr&lang=de&id=13875

-----"Dieses Netzgerät darf in der EU bis 30/06/2015 verkauft werden und nur als Ersatzteil für ein identisches Netzgerät, das kaputt ist oder das Sie verloren haben."-----

Unter diesen Umständen wird geraten, das Selbstbau-Projekt 8 nicht mehr nachzubauen. (betrifft ebenfalls Selbstbau-Projekt 5)
Unabhängig davon sind diese Netzteile immer noch ausreichend lieferbar. Der Link bzw. die Suche über Google zeigt das.

https://www.google.de/search?q=Velleman+AC+Steckernetzteil+12V&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=ZP7xVOrBB4ngaM65gUA

Sollte es dennoch nicht zu beschaffen sein, kann man sich an mich, den Betreiber dieser Webseite wenden. Es sind kleinere Netzteile mit 12 Volt und 100 mA (statt 500 mA) in begrenzter Stückzahl vorhanden. Die Leistung ist mit 100 mA ausreichend. Diese Netzteile werden ausschließlich an Mitglieder der Facebook-Selbstbaugruppe abgegeben, und zwar "als Ersatzteil", wie der Gesetzgeber es verlangt. (Anschreiben bitte unter dem gleichen Link, der auf der Startseite für die Beschaffung der Silberstäbe steht.)

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Nachtrag speziell zur Blauen LED von Selbstbau-Projekt 8...
Die Blaue LED hat ja eine besondere Funktion, siehe unten in der Beschreibung.
Diejenigen, die das Selbstbau-Projekt 8 schon nachgebaut haben und in der Facebook-Gruppe bereits bemerkten, daß es in der 10 mA Stufe entweder sehr lange dauert oder gar nicht aufhört zu Blinken hatten Recht. Das war bei eigenen Versuchen nicht weiter aufgefallen, weil dabei hier nur relativ kleine Gläser (250 ml) verwandt wurden. Darum konnten diese Meldungen bei anschließenden eigenen Kontroll-Versuchen auch nicht bestätigt werden. Wir waren dann so verblieben, daß die Elektronische Sicherung ziemlich eng bemessen sei und von 100 mA auf 170 mA geändert wird. Das war mit Sicherheit auch sinnvoll, aber nicht die Lösung.

Jetzt liegen ein paar neue Erkenntnisse vor und es kann hier ebenfalls nachvollzogen werden, was einige andere schon festgestellt hatten. Das zögerliche Umschalten von Blinkmodus auf Dauerlicht liegt zunächst an der größeren Menge, die von Anwendern generell mit der 10 mA Stufe angesetzt wird. (was ja Sinn ergibt, denn dazu ist die 10 mA Stufe ja hauptsächlich da) Bei den eigenen Versuchen wurde hergestelltes Silberwasser anschließend aber weggeschüttet und demnach schienen relativ kleine Gläser sinnvoll, wie man sie üblicherweise für die 5 mA Stufe verwendet.

Im Detail:
Wegen der doppelten Stromgröße sind für die 10 mA Stufe 150 mm lange Silber-Elektroden empfohlen worden. Entsprechend "höher" muß auch das Glas sein. Würde sich nur die Höhe verdoppeln, wäre es OK, aber bei den normalen Gläsern wird ja auch der Durchmesser größer. Gewöhnliche Glasformen (Höhe etwa 2 x Durchmesser) haben bei einer Verdopplung der Höhe automatisch auch ungefähr eine Verdopplung des Durchmessers und somit die 4-Fache Wassermenge. (bei Gläsern mit Höhe = Durchmesser wäre es sogar die 8-fache Menge) Und dabei dauert "die Startphase" bis zum Erreichen der 10 mA auch viermal so lange. Ebenso verfälscht dieser Umstand wegen der viel längeren Startphase die normale ppm-Tabelle ganz gravierend nach unten, also "weniger ppm" als vorgesehen.

Die Lösung muß also heißen: Entweder ein spezielleres Glas, nur höher, nicht aber auch entsprechend größerer Durchmesser oder aber 2 Paar kürzere Silber-Elektroden bei der 10 mA Stufe. Das muß nochmal durchdacht werden. Bisher gibt es ja auch keine 10 mA Geräte zu kaufen, jedenfalls haben sie keinen großen Bekanntheitsgrad. Somit ist dieses Problem auch bisher im Allgemeinwissen über das Kolloidale Silber und die Herstellung unbekannt geblieben.

Bei der 5 mA Stufe mit 250 ml Gläsern ist das Problem nicht gegeben.

 

8. Selbstbau-Projekt, 25.05.2014

16.10.2014
Achtung Änderung: für F1.1  nur noch den Typen PFRA 017 verwenden!
(Wurde in der Stückliste entsprechend geändert.)

Liebe Mit-Bastler!

Zu diesem neuen Selbstbau-Projekt gibt es für "Laien ohne jegliche Löterfahrung" noch ein kleines Einführungs-Projekt, an dem das Löten geübt wird und das anschließend ein vollwertiges Gerät mit Batteriebetrieb ergibt.

Hier geht es zu unserem Einführungs-Projekt:  

Hier geht es zum Gehäuse-Einbau

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Es wird auch hier - wie bei allen vorhergehenden Selbstbau-Projekten - ausdrücklich betont, daß Nachbau und Betrieb auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung erfolgen. Die frei zugängliche Spannung beträgt maximal 60 Volt und liegt im zulässigen Rahmen der Vorschrift für Kleinspannung SELV. Dennoch sind solche Geräte von Kindern und nichtsachkundigen Personen fernzuhalten.

Diese Anleitung dient nicht der kommerziellen Nutzung, sondern ausschließlich der persönlichen Anwendung für eigene, private Zwecke.

 

Betriebsbereit in der RAACO Kunststoffbox

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Unten das Gleiche etwas komfortabler mit einem "Oberdeck"

Hier kann man die Funktion der beiden Schalter und der oberen Leuchtdiode erkennen.
Der mittlere Schalter dient dazu, den Polwender (gleich "Polaritätswechsler") Ein und Aus zu schalten. Die darüber befindliche Leuchtdiode zeigt durch Farbwechsel zwischen Rot und Grün den Wechsel der Polarität an den Elektrodenbuchsen an. (nach einer anfänglichen Anpassungszeit von zwei Minuten oder auch mehr, vollzieht sich der Wechsel jede Minute einmal)

Ist der Schalter auf AUS gestellt, ist die Leuchtdiode aus, und man hat die Funktion herkömmlicher Geräte, die nicht mit Polwender ausgestattet sind. Etwa der Ionic-Pulser oder andere Standardgeräte. Somit bietet dieses Gerät beide Möglichkeiten.

Der rechte Schalter stellt die geregelte, maximale Stromhöhe ein, die über die Elektroden und durch das Wasser fließen kann. In der unteren Stellung etwa 5 mA und in der oberen Stellung etwa 10 mA. (jeweils etwas mehr) Die 5 mA Stufe entspricht den am Markt verbreiteten Standardgeräten, so auch dem Ionic-Pulser. Die 10 mA Stufe gestattet doppelte Leistung, erfordert aber doppelte Elektrodenlänge (mindestens 150 mm) oder zwei Paar Elektroden von mindestens 75 mm bis 100 mm Länge in Parallelbetrieb.

Längere Elektroden sind immer erlaubt, kürzere sind zu vermeiden. So ist z.B. die Verwendung von nur einem Elektrodenpaar mit etwa 75 bis 100 mm Länge in der 10 mA Stufe keinesfalls zu empfehlen, die allgemeinen Erfahrungswerte dafür gelten nur für 5 mA. Es widerspräche also dem bisherigen und bewährten Standard, und mehr als solches Wissen ist bisher nicht gegeben. Der dringende Rat lautet daher: "keine eigenen Experimente, abweichend von den bewährten Erfahrungen", bis neue bewährte Erkenntnisse oder fundierte eigene Erfahrungen vorliegen. (siehe dazu auch unten "Ausführliche Beschreibung")

 

Mit zwei Elektroden von ca. 100 mm Länge (und somit selbstverständlich nur in der 5 mA Stufe zu betreiben).

 

 
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Mit vier Elektroden (die kleinen Stecker haben ein Querloch, so daß sich dort ein zweiter Stecker einstecken läßt)
Diese Kombination wird in der 10 mA Einstellung betrieben. Sie liefert also gemäß den verbreiteten ppm-Tabellen die doppelte Menge in der gleichen Einschaltzeit. (siehe Tabelle vom Ionic-Pulser und anderen, somit nach den wissenschaftlich gültigen "Faradayschen Gesetzen zur Elektrolyse")

 

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Ausführliche Beschreibung:
Für den Nachbau wird eine Platine benötigt, die Bezugsquelle wird bei den Bauteilen genannt.
Es sind ein paar praktische Erfahrungen mit dem Feinlötkolben nötig. Das dürfte nach einiger Übung jeder können.
Die Bauteile und deren Anordnung lassen sich anhand der Skizzen und Abbildungen auch vom Laien sicher erkennen. 

Besonderheit:
Dieses Selbstbau-Projekt 8 hat einen Polaritätswechsler, welcher nach einer Anpassungsphase von etwa zwei Minuten die Polarität der Spannung an den Silber-Elektroden jede Minute wechselt. Dies wird durch den Rot-Grün Farbwechsel einer Leuchtdiode angezeigt. 
Ein Abwischen der Elektroden während der Silberwasser-Herstellung ist somit bei diesem Gerät auch bei längeren Einschaltzeiten nicht nötig, da sich hier keine sogenannten "Dendriten" bilden. "Dendriten" sind Aneinanderreihungen von feinsten Silberteilchen, die bei längeren Einschaltzeiten über dreißig Minuten zu Kurzschlüssen zwischen den Elektroden führen, was die weitere Silberabscheidung unterbinden würde, falls sie nicht rechtzeitig abgewischt werden. Das kann man sich bei diesem Gerät sparen. Außerdem führt die bei anderen Geräten auftretende "Dendritenbildung" zwangsläufig zu einer Silberabscheidung, die zum Teil an den Elektroden verbleibt oder von diesen abgewischt wird. Somit fehlen diese Anteile an abgeschiedenem Silber später auch im Kolloid. Damit wird leider die ppm-Tabelle ad Absurdum geführt. Auch dieser Nachteil wird bei diesem Selbstbau-Projekt 8 vermieden.

Weiterhin hat Selbstbau-Projekt 8 neben der herkömmlichen und weitgehend verbreiteten 5 mA Leistungsstufe eine Umschaltmöglichkeit auf die doppelte Leistung von 10 mA. Das ermöglicht die Herstellung von doppeltem ppm-Wert in gleicher Einschaltzeit oder alternativ halbe Einschaltzeit bei gleichem ppm-Wert. Allerdings sind für die 10 mA Stufe längere Silber-Elektroden erforderlich.

Weitere Besonderheit: Wassertest beim Einschalten
Die blaue Leuchtdioden-Betriebsanzeige leuchtet, wie auch bei anderen Geräten, erst mit dem Eintauchen der Elektroden, jedoch "blinkt sie während der Startphase". Anfangs ist der Strom durch das destillierte Wasser gering. Er steigt erst mit der Verteilung von Silberpartikeln im Wasser an. Unter "Startphase" ist demnach der Anstieg des Elektrodenstrom auf den vorgesehenen Stromwert zu verstehen. (bei 5 mA und heißem Wasser ca. zwei Minuten) Während dieser Zeit blinkt die blaue Betriebsanzeige. Danach leuchtet sie ununterbrochen, solange die Elektroden eingetaucht sind.

Unsauberes Wasser
Unterbleibt das Blinken beim ersten Einschalten und leuchtet die Betriebsanzeige sofort dauerhaft, ist das Wasser nicht sauber, bzw. es handelt sich um Leitungs- oder gar Mineralwasser. Es darf dann nicht verwendet werden.

Einschaltzeit
Wir verwenden auch hier zunächst die bereits bekannte ppm-Tabelle des Selbstbau-Projektes 2. Dabei wird bei ca. 80 mm Elektrodenlänge oder mehr ausschließlich die 5 mA Einstellung gewählt und die 10 mA Stufe nur, wenn längere Silberelektroden von mindestens 130 mm Länge gegeben sind.
Das destillierte Wasser muß zuvor auf Siedepunkt erhitzt werden. Das kann in einem emaillierten Topf oder Edelstahltopf geschehen. Für den Herstellungsprozeß wird das heiße Wasser in ein Glas umgefüllt und während der Herstellung nicht mehr erhitzt und auch nicht umgerührt.

Elektrodenreinigung:
Die Silber-Elektroden werden durch die Benutzung stumpf und grau. Das ist normal und nicht von Nachteil. Sie dürfen nicht poliert oder sonstwie behandelt werden. Schon gar nicht mit Putzmitteln oder Stahlwolle. Damit reibt man ungewollte Fremdstoffe ins Silber, die man später im Silberwasser hat. Einzig und allein dürfen sie mit Küchenpapier abgewischt werden.

 

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Details:
Eingang 12V AC (Wechselspannung)
Anschluß herkömmlicher Stromversorgungsstecker 2,1 x 5,5 mm.
60 Volt stabilisierte Elektroden-Gleichspannung
umschaltbar auf 5 oder 10 mA Elektrodenstrom

 

Allgemeines zur Sicherheit und zum Betrieb:
Das Gerät darf nur mit geprüften Steckernetzteilen 12 Volt AC (Wechselspannung) betrieben werden. Das Netzteil muß das CE-Zeichen haben. Das Gerät darf nicht mit DC (Gleichspannung) betrieben werden. (auch dann nicht, wenn die Spannung die gleiche und das CE-vorhanden ist)
Das Gerät enthält eine Schutzschaltung, die bei Überspannung eine elektronische Sicherung auslöst und die Funktion teilweise abschaltet. Dennoch ist darauf zu achten, daß die Betriebsspannung der Stromversorgung 12 Volt AC (Wechselspannung) nicht überschreitet.

Nach Fertigstellung und vor Inbetriebnahme ist die Spannung an den "unbelasteten" Elektrodenausgängen zu messen und auf maximal 60 Volt einzustellen. (mehr ist nach den Sicherheitsbestimmungen "SELV" nicht erlaubt)

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Schaltplan Blatt 1 u. Blatt 2

Blatt 1

 

Blatt 2

 

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Platinen-Layout

 

 

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Bestückungsplan

 

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Das "Oberdeck"

 

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Elektrodenhalter aus Plexiglas. Möglichst 5 - 10 mm stark, das ergibt einen guten, geraden Sitz der Stäbe. Gebohrt wird in den gezeigten Abständen mit einem normalen Stahlbohrer von 2,5 mm und niedriger Drehzahl.

Mit den vier Löchern lassen sich verschiedene Abstände realisieren. Wer unsicher ist, wählt und bohrt nur 12,5 mm, das ist verbreiteter Standard. (Ionic-Pulser z.B)

Kleine Elektrodenabstände führen zu kürzeren Zeiten der Startphase, in welcher der Strom erst langsam auf seinen Sollwert ansteigt. Das dient also somit der genaueren Übereinstimmung mit der ppm-Tabelle. Größere Abstände ergeben möglicherweise ein feineres Kolloid, könnte man vermuten, jedoch ist dieses keineswegs erwiesen. Die Startphase und damit die Abweichung von der ppm-Tabelle wird auf jeden Fall größer, wenn man den Elektrodenabstand 25 mm wählt. Die Abweichung liegt aber wohl nur im einstelligen Prozentbereich. (auch das ist nur Vermutung)

 

 

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Für den Anfang geht's auch so:

Elektrodenhalter Modell "Neandertal"

 

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Unser Kabelsatz


So soll es aussehen: An einem Ende die "Krokodilklemme", am anderen Ende ein Stecker. Um die dünne Litze dauerhaft am Stecker anzubringen, genügt es aber nicht, sie einfach nur im Stecker festzuschrauben. Das würde nicht lange halten.

 

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Wir schneiden eine der Krokodilklemmen ab. Dann etwa 10 mm von der Isolierung entfernen. Das geht mit etwas Gefühl "ohne eine teure Abisolierzange". Einfach mit einem Messer rundum die Isolierung anritzen und mit etwas Entschlossenheit abreißen, so daß die blanke Kupferlitze stehenbleibt.
Von einer Stiftleiste ziehen wir mit der Zange einen Stift heraus und drücken ihn mit etwas Kraft und Geschick vorn in den Draht hinein, so daß nur noch etwa ein Drittel des Stiftes herausschaut. Man kann den Stift mit der Nagelfeile anspitzen oder auch statt des Stiftes eine Stecknadel nehmen und den Rest abkneifen. Es geht aber auch so. Die Litze wickeln wir dann um den Stift und verzinnen das Ganze mit Lötkolben und Lötzinn.
 

 

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Abschließend kommt der Schrumpfschlauch drüber und wird mit dem Feuerzeug oder Heißluftgerät geschrumpft.

Zum Schluß dieser Vorbereitungen sieht das so aus:

 

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Nun haben wir ein sehr stabiles Kabelende und können dieses im Stecker festschrauben. 

 

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Zum Schluß haben wir einen doppelten Satz Elektrodenkabel, mit dem wir auch zwei Elektrodenpaare gleichzeitig betreiben können.

 

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Die Markierung der Bauteile: (hierzu unbedingt die Details auf den Roten Bestückungsplänen anschauen)

Es tritt niemals der Fall auf, daß man nicht feststellen kann, wie herum man ein Bauteil einsetzen muß. Alle gepolt einzusetzenden Bauteile haben eine Markierung. Die Dioden haben einen schwarzen oder silbernen Ring an einem Ende, das entspricht dem Plusanschluß (+). Elkos haben in der Regel eine breite Markierung au der Minusseite mit dem Minuszeichen versehen. (-) Außerdem ist der Anschlußdraht auf der Minusseite kürzer. Die Leuchtdioden haben an der Rundung, wo die Anschlußdrähte herauskommen, eine Abflachung auf der Minusseite, und auch dort ist der Anschlußdraht kürzer.  Allerdings schneiden wir die Anschlußdrähte ja ab, so daß uns das später keinen Hinweis mehr gibt.

 

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Jetzt geht es ans Löten und Messen

Den Laien wird DRINGENDST empfohlen, die einzelnen Bauschritte einzuhalten und die Messungen durchzuführen. (Wer sich als Laie nicht daran hält, kann ziemlich sicher sein, daß am Schluß nichts funktioniert.)

Zuerst müssen wir uns mit dem Meßgerät vertraut machen. Daß sie alle unterschiedlich sind, spielt keine Rolle. Es gibt ja eine Bedienungsanleitung dazu und irgendwie sind sie alle ähnlich aufgebaut.

Wir müssen vorerst nur Wechselspannung (heißt auch "AC") messen und Gleichspannung ("DC"). Die beiden Rot und Schwarzen Meßkabel müssen in die richtigen Steckbuchsen am Meßgerät. Das Schwarze kommt in "COM", das Rote in die Buchse, wo auch neben anderen Zeichen oder Symbolen "V" dran steht, also "Volt". Das machen wir doch jetzt gleich mal. Der Drehschalter kommt auf "V=" oder "VDC". Bei den nicht automatischen stehen noch Zahlen dabei, für verschiedene Stufen. Da nehmen wir 200 DCV oder Volt Gleichspannung und probieren das mal an einer beliebigen Batterie aus, vielleicht an einer 9 Volt Blockbatterie. Die Anzeige muß entsprechend sein, ungefähr um die 9 Volt.

Als nächstes stellen wir auf Wechselspannung also 200 VAC oder AC 200. Es darf auch 250 sein oder was da in der Größenordnung geboten wird. Dann den 12 Volt Steckernetzteil-Trafo in die Steckdose und an den kleinen "Hohlstecker" die Meßspitzen dran. Eine kann man vorne reinstecken, darum heißt der auch "Hohlstecker", die andere hält man außen dran.  (wer dazu neigt, überall Engel zu sehen oder Stimmen zu hören, wird vielleicht auch die Spannung fühlen können, es ist aber ungefährlich :-))

Auf keinen Fall sollten wir anfangs das Meßgerät auf "Strommessen" stellen, also alles meiden, wo "A" oder "Ampere" dabei steht. Vor allem nicht ein Meßkabel in die Buchsen stecken, mit "A" oder "Ampere" bezeichnet. Das machen wir erst später. Die Gefahr liegt darin, daß wir durch falsche Handhabung die Sicherung drinnen durchbrennen lassen. (90 Prozent aller Multimeter in Privatgebrauch haben eine durchgebrannte Sicherung)

 

1. Baustufe

Wir löten nur die dargestellten Bauteile ein. Danach geben wir Strom drauf und machen eine Wechselspannungsmessung an den gelb markierten Punkten F1.1 und D1.3  Das müssen bei Verwendung des in der Stückliste empfohlenen Trafos rund 15 Volt AC sein. (ist klar, daß das Gerät dazu auf Wechselspannung eingestellt sein muß)

Für die 2. Messung stellen wir auf Gleichspannung. Wir messen an den gelb markierten Punkten D1.7  Dort haben wir eine Spannung von rund 80 Volt DC zu erwarten. (kommt nicht so genau drauf an) Übrigens ist dies eine "geniale Eigenentwicklung von HDT", um aus 12V AC 80 VDC zu machen. Allerdings stellte sich dann später heraus, daß es genau solche Schaltungen schon vor 100 Jahren gab. :-)

Wir können je eine der Experimentierleitungen mit der einen Krokodilklemme an den Draht des Bauteils und die andere Krokodilklemme an die Meßspitze klemmen, das vereinfacht das Messen erheblich.

1. Baustufe

 

2. Baustufe

Hier löten wir nun zusätzlich die rot gekennzeichneten Bauteile ein. Anschließend nehmen wir zwei Gleichspannungsmessungen vor. Den Schwarzen der Meßleitung legen wir an die gelbe Markierung von D1.7. Mit dem Roten Meßkabel gehen wir an die gelbe Markierung von D1.5 

Dort muß eine Spannung anliegen, die wir an dem Trimmer P1 auf 60 Volt einstellen. (Später wird diese Spannung nochmals an den Elektroden gemessen und eingestellt.)  Als Zweites messen wir mit dem Roten Meßkabel an der gelben Markierung von IC2.1 (das Schwarze bleibt an D1.7)  Dort müssen wir eine Spannung von 12 Volt haben. Erst wenn diese Messungen erfolgreich waren, können wir weitere Bauteile einlöten.

 

3. Baustufe

Bei der 3. Baustufe löten wir ebenfalls nur die rot gekennzeichneten Bauteile ein. Den IC1.2, eine Diode, vier Widerstände, die obere Elektrodenbuchse Out1 und den rechts sitzenden Schalter S1.1.

Hier müssen wir nun zum ersten mal eine Strommessung machen. Und zwar DC, also Gleichstrom. Bei den meisten preiswerten Multimetern ist die Gleichstrommessung die einzige Möglichkeit. Bei den besseren kann man auch AC, also Wechselstrom messen. Dann ist demzufolge darauf zu achten, daß die Einstellung DC gewählt wird. Meistens muß zur Strommessung auch noch das Rote Meßkabel umgesteckt werden. Es wird also für die Laien nötig sein, die Bedienungsanleitung gründlich zu lesen.

Wir haben zwar nur eine Milliampere-Messung zu machen, aber aus Sicherheitsgründen wählen wir am Drehschalter eine höhere Stromstufe, etwa 2 A oder falls das nicht gegeben ist, 10A.  Dann legen wir die Schwarze Meßspitze an den gelb markierten Anschluß von D1.7 und die Rote Meßspitze an den gelb markierten Anschluß ADJ des IC1.2. Wenn wir Strom auf die Schaltung geben, also Hohlstecker rein und Steckernetzteil in die Steckdose, muß das Meßgerät etwas anzeigen. Wir erwarten in der unteren Stellung des Schalters S1.1 ca. 5 mA und in der oberen ca. 10 mA. Eventuell müssen wir den Strombereich am Drehschalter ein oder zwei Stufen runterschalten, um in den mA-Meßbereich zu kommen. 200 mA wären OK, nur nicht  in den ganz feinen Bereich schalten. Bei den besseren Multimetern muß man auch noch das Rote Meßkabel umstecken, für den mA-Meßbereich.

Wenn alles korrekt ist, zeigt unser Meßgerät in der unteren Stellung des Schalters S1.1 ca. 5 mA. In der oberen Stellung des Schalters ca. 10 mA. Damit ist diese 3. Baustufe dann auch als "einwandfrei" abgeschlossen.

 

4. Baustufe

Nun löten wir alle restlichen rot markierten Teile ein. Besonders ist darauf zu achten, daß die Markierungen der zwei Optokoppler OK1.1 und OK1.2 links und die Markierungen der drei Leuchtdioden unten liegen. Ebenfalls muß die Markierung des Relais Rel2.1 links liegen.

Danach abschließende Prüfung und Messungen siehe unten. Abschließende Überprüfung

 

Abschließende Überprüfung:

1. Messen und Einstellen der maximalen Elektrodenspannung, gemessen an den Elektrodenbuchsen oder an den dort angeschlossenen, aber noch nicht eingetauchten Elektroden. Eingestellt wird an P1 auf 60 Volt, Multimeterstellung auf = Gleichspannung.

2. Messen der Ströme 5 mA und 10 mA in den beiden Schalterstellungen. Multimeter dazu auf  mA stellen, und zwar auf eine "höhere Stufe, vielleicht zuerst auf "Ampere", statt "mA". Das vermeidet (wie schon oben erwähnt) ein Abschalten (Durchbrennen) der Sicherung im Multimeter, falls die Strombegrenzung nicht korrekt arbeitet. Meßspitzen direkt an die Elektrodenbuchsen oder in Reihe mit den Elektroden im Wasserglas und zum Testen "Leitungswasser" einfüllen. (dieses nachher weggießen, es ist nicht zu empfehlen, es zu verwenden)

3. Funktionsprüfung der Blauen Leuchtdiode. Siehe "Gesamtbeschreibung". Die Blaue Leuchtdiode muß bei gutem Wasser anfangs Blinken und darf erst bei Erreichen der eingestellten 5 mA oder 10 mA in Dauerleuchten übergehen. Leuchtet sie sofort und von Anfang an dauerhaft, ohne zu Blinken, ist das Wasser verunreinigt oder es handelt sich um Leitungs- bzw. Mineralwasser. (solches sollte zum Testen einmal verwendet werden, um sich damit vertraut zu machen)

Ansonsten gilt, daß die 60 Volt am Ausgang keine Gefahr darstellen und erlaubt sind. (nach SELV)
Ferner ist der Elektrodenanschluß absolut kurzschlußfest. Sowohl das Berühren der Elektroden untereinander, als auch sonstige Kurzschlüsse an den Elektrodenbuchsen führen zu keiner Beschädigung. Irgendwelche Fremdspannungen von Batterien oder Netzteilen etc. dürfen dort hingegen nicht angeschlossen werden.

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ppm Tabelle

Hier haben wir zwei verschiedene Tabellen: Der obere Teil gilt für 5 mA Elektrodenstrom, der untere Teil gilt für 10 mA.
Es sei nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß für 5 mA ein Paar 75 mm Elektroden genügen (oder beliebig längere), für 10 mA sind jedoch entweder zwei Paar von mindestens 75 mm Länge oder ein Paar von mindestens 150 mm Länge erforderlich.


diese ppm-Tabelle als PDF-Download

 

Nachfolgende Stückliste kann zum Ausdrucken als Word-Datei heruntergeladen werden

 

Deutschland
http://www.reichelt.de/  Tel. 04422-955333

Österreich
http://www.reichelt.at/   Tel. +49 (0)4422-955333

 

Stückliste Selbstbau-Projekt 8

4 Stück Elko C1.1 - C1.4,  Reichelt Best.-Nr.  
1 Stück Kondensator C1.5, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Elko C1.6, Reichelt Best.-Nr.
4 Stück Elko C1.7, C2.1, C2.2, C2.3, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Elko C1.8, Reichelt Best.-Nr.

8 Stück Diode D1.1 - D6, D2.1, D2.2, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Überspannungsschutzdiode D1.7, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Zenerdiode D1.8, Reichelt Best.-Nr. 
1 Stück Zenerdiode D1.9, Reichelt Best.-Nr. 

1 Stück Elektronische Sicherung F1.1,  Reichelt Best.-Nr.
2 Stück IC1.1, IC1.2, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück. IC1.3, 
Reichelt Best.- Nr.
1 Stück. IC2.1,  Reichelt Best.- Nr.
1 Stück. IC-Fassung,  Reichelt Best.- Nr.
 
1 Stück Leuchtdiode LD1.1, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Blink-Leuchtdiode LD1.2, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Leuchtdiode LD2.1, Reichelt Best.-Nr.
2 Stück Optokoppler OK1.1, OK1.2, Reichelt Best.-Nr.

1 Potentiometer P1.1, Reichelt Best.-Nr.

2 Stück Widerstand R1.1, R1.5, Reichelt Best.-Nr.
2 Stück Widerstand R1.2, R1.6, Reichelt Best.-Nr.
2 Stück Widerstand R1.3, R1.8, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Widerstand R1.4, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Widerstand R1.7, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Widerstand R1.9, Reichelt Best.-Nr.

1 Stück Widerstand R2.1, Reichelt Best.-Nr.
2 Stück Widerstand R2.2, R2.3, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Widerstand R2.4, Reichelt Best.-Nr. 
1 Stück Widerstand R2.5, Reichelt Best.-Nr.

1 Stück Rel.2.1, Reichelt Best.-Nr.

2 Stück Schiebschalter S1.1, S2.1, Reichelt Best.-Nr.

1 Stück Buchse IN, Reichelt Best.-Nr.

2 Stück Buchse OUT, Reichelt Best.-Nr. 

6 Stück Distanzhülsen, Reichelt Best.-Nr.

4 Stück Zwerg-Stecker Schwarz 2,6 mm, Reichelt Best.-Nr.

1 Stück Mini-Krokoklemmensatz, Reichelt Best.-Nr.

1 Satz Schrumpfschlauch, Reichelt Best.-Nr.

1 Stiftleiste, Reichelt Best.-Nr.

1 Stück Kunststoffbox, Reichelt Best.-Nr.

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1 Steckernetzteil 12 V AC, 500 mA (oder mehr mA)

Da die bisherigen Lieferanten teilweise diese Netzteile nicht mehr liefern, bitte selber suchen. Und bitte NICHT fragen, ob dieses oder jenes mit 12V DC auch ginge. Wenn DC dabei steht, geht es NICHT. Es muß 12V AC dabeistehen. Und es muß einen 2,1 mm Hohlsteckeranschluß haben. (das ist der gewöhnliche Standardanschluß) Und bitte keine Experimente mit anderen Steckernetzteilen.

Hier bei Google suchen:
https://www.google.de/search?q=Velleman+AC+Steckernetzteil+12V&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=ZP7xVOrBB4ngaM65gUA

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Was sonst noch benötigt wird:

Ein paar Schrauben 3 mm, etwa 6 mm lang. (Bei Reichelt leider nur im Pack 200 Stück erhältlich, Best.-Nr. )

1 Stück Acrylglas (Pexiglas) ca. 5 - 10 mm (für Elektrodenhalter)

Etwas dünnen Draht für Drahtverbindungen. (am einfachsten 1 Meter Telefonkabel besorgen, dort sind genügend Drähte drin, die sich leicht herausziehen lassen, "dünne Drähte", "keine Litze")

Als "Fixier-Hilfe" auf der Tischplatte zum Löten der Platine eignet sich am Besten "UHU patafix". Auch etwas "PlayDoh" (Knetmasse) ist geeignet, diese trocknet jedoch nach einigen Tagen aus und ist dann nicht mehr verwendbar. Es gibt noch andere, aber es sollte nicht schmieren.

Für den 5mA-Betrieb 1 Paar (2 Stück) Silberelektroden 2,5 mm, 75 mm oder beliebig länger
Für den 10mA-Betrieb 2 Paar (4 Stück)

1 Platine (Lieferquelle siehe unten)

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Folgende 2 Teile nur für den späteren Einbau in ein Gehäuse: (wird sonst nicht benötigt)
1 Stück Gehäuse weiß, Reichelt Best.-Nr. oder in schwarz, Reichelt Best.-Nr.
1 Stück Buchse IN, Reichelt Best.-Nr.

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Bestelladressen der Platine:

Preis je Stück inclusive Versandkosten für Deutschland:  15,00 Euro (Stand Oktober 2015)

Firma Platinenbelichter
R. Rath
Ederenerstr.2
D-52441 Linnich
Tel. 02462/2036399
Fax.02462/2039533
mail: info@platinenbelichter.de
home: www.platinenbelichter.de

 

oder bei:

 

Artikelnummer: 110987, Preis derzeit (März 2015) 14,90 Euro Plus Versandkosten (Stand Oktober 2015)
Siehe auch:
http://www.anttronic.net/ANT-Platinen-Bausaetze-Teuteberg/c399266_u3052_z2b88519d-19f5-4a4e-9cb5-62d9e1813110/

Achtung! Dort muß man unterscheiden. Es gibt die "Platine zum Selbstbau-Projekt 8" und die "Frontplatte zum Selbstbau-Projekt 8.
Die "Frontplatte zum Selbstbau-Projekt 8" benötigt man nicht unbedingt. Beim Gehäuseeinbau ist sie sogar ungeeignet.

ANTTRONIC - Platinenservice
Inh. Sven Schult
Spillbähnstraße 19a
53844 Troisdorf
Tel.: 02241-3010465
Fax: 02241-3010469
e-Mail: info@anttronic.de
http://www.anttronic.net/
 

 

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Für Selbermacher hier das Platinen-Layout als Sprint-Layout 6.0 Datei:
Platinen-Layout Selbstbau-Projekt 8

und das "Oberdeck" dazu:

(Wer kein Sprint-Layout Programm hat, benötigt zum Öffnen und Ausdrucken den (kostenlosen) "Viewer" als Download von Abacom.)

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Impressum:

© April/2005 by HANS-DIETER TEUTEBERG •  hans-dieter.teuteberg@t-online.de

Illustrationen
 © H.D.T.